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Hängetrauma

So helfen Sie sich selbst

Ein Mann sitzt in seinem Haltegurt

Bergsteiger wissen: Wer über längere Zeit in aufrechter Position bewegungslos in einem Auffanggurt hängt, befindet sich in Lebensgefahr.

Das Blut versackt in den Beinen. Durch einen schlecht angepassten Auffanggurt können Blutgefäße im Bereich der Oberschenkel abgedrückt werden. Ein schlecht sitzender Brustgurt kann die Atmung einschränken. Sauerstoffmangel im Gehirn verursacht Bewusstlosigkeit und kann tödlich enden. Es kommt zum Hängetrauma. Erste Anzeichen sind: Blässe, Schwitzen, Kurzatmigkeit, Sehstörungen, Schwindel, Übelkeit. Doch es gibt Möglichkeiten, sich selbst zu helfen:

Mit einer so genannten Prusikschlinge können Sie die Füße im Hängen be- und entlasten. Durch Hineintreten können Sie selbst den Rückstrom des Blutes zum Herzen anregen. Die Schlinge wird mit einem lösbaren Klemmknoten am Sicherungsseil befestigt. Sie sollte vor Arbeitsantritt vorbereitet und leicht zugänglich und erreichbar verstaut werden. Wichtig ist: eine sitzende Haltung im Gurt ist besser als zu hängen. Versuchen Sie jede körperliche Anstrengung zu vermeiden und ruhig und regelmäßig zu atmen. Nach der Rettung sollten Sie 20-40 Minuten in einer Art Hockstellung bleiben, um ein Herz- und Kreislaufversagen zu vermeiden. Lassen Sie sich immer notärztlich behandeln.

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BAUZ Zeitung Seite 9

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