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Mobile Co-Piloten

Ins Aus navigiert

Können schnell zum tödlichen Geschoss werden: mobile Navigationsgeräte.
Können schnell zum tödlichen Geschoss werden: mobile Navigationsgeräte. (Foto: Picture Alliance)

„In 200 Metern links abbiegen“, säuselt die Frauenstimme. Doch dazu kommt es nicht mehr. Wenige Augenblicke später prallt der Wagen von Timo W. (48) mit einem entgegenkommenden BMW zusammen. Was war passiert?

Betriebsleiter Timo W. wollte zur Schulung nach Osnabrück. Im Losfahren tippte er den Zielort in sein mobiles Navigationssystem ein. 2,5 Stunden Fahrzeit. Die Computerstimme begann ihm den direkten Weg anzusagen. Dann während der Fahrt ein lautes Rumpeln. Timo schreckte auf. Genervt stellte er fest: Das Navigationsgerät war von der Windschutzscheibe in den Fußraum des Beifahrersitzes gefallen. Ohne zu überlegen beugte sich Timo zur Seite. Dabei verriss er das Lenkrad. Zwei Scheinwerfer rasten direkt auf ihn zu. Der Aufprall nahm ihm den Atem.

Unter Beschuss

Billig wie nie, beliebter denn je: mobile Navigationsgeräte. Doch sind die mobilen Co-Piloten wirklich immer erste Wahl?

Gegenüber fest eingebauten Geräten haben sie deutliche Nachteile. Denn: Was sich schnell mit Saugnapf, Klemme oder Kleber befestigen lässt, löst sich ebenso schnell wieder. Bei einem Aufprall können sie sogar zu tödlichen Geschossen werden. Generell gilt: Navigationssysteme sollten nicht zu groß oder zu schwer für die Halterung sein. Das betrifft besonders Universalhalterungen, die aus unterschiedlichen Teilen zusammengesteckt werden. Vorsicht gilt in der Nähe von Airbags: Im Ernstfall werden Halterungen regelrecht durch den Innenraum katapultiert. Wer sichergehen will, entscheidet sich für ein vom Hersteller vorinstalliertes System oder ein fest einbaubares Gerät.

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BAUZ Zeitung Seite 9

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