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Schrottreif und nicht gesichert

Uralte Lei(t)er

Nachgestellt: Die Leiter rutschte weg, als sich Robert H. zur Seite lehnte, um die Seilschlinge über die Blockkante zu werfen.
Nachgestellt: Die Leiter rutschte weg, als sich Robert H. zur Seite lehnte, um die Seilschlinge über die Blockkante zu werfen.

K./Sachsen. Ein echter „Klassiker“, dieser Leiter-Unfall: Robert H. (42) schmierte ab, weil er seine Leiter nicht gesichert hatte. Außerdem war sie total verbogen – zu Hause hätte er sie „sofort weggeschmissen“, wie Robert nach seinem Unfall zugab. Aber so ist das mit Dingen, die im Betrieb allen und niemandem gehören: Keiner interessiert sich dafür. Bis was passiert.

Natursteinwerker Robert sollte am Unfalltag an einem zweieinhalb Meter hohen Stapel aus Rohblöcken den oberen Block mit einem Stahlseil anschlagen. Er griff sich die nächstbeste Aluleiter. Die war krumm, beschädigt, kippelig. Robert stellte die Leiter an die ungleichmäßige Kante des obersten Steinquaders – die Sache wurde noch wackliger. Und dann spielte er Cowboy: Wie ein Lasso versuchte er die Stahlseilschlinge seitlich über den Steinstapel zu werfen. Auf einer schiefen Sprosse rutschte er ab, kam ins Kippeln – und ab ging’s auf den harten Betonfußboden! Sein Handgelenk splitterte, als Robert aufschlug. Vermeidbar? Na klar! „Eine Leiter muss geeignet und standsicher sein“, so der Betriebsleiter, „und sei es, dass eine zweite Person die Leiter festhält!“ Eine wirklich alte Leier, aber immer wieder aktuell.

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BAUZ Zeitung Seite 8

BAUZ kommt.

Weil soviel passiert, passiert jetzt was.