Inhalt

Blutiger Unfall mit Handmaschine

Flex killt Knie!

Die Flex verkantete, schoss durch die Luft – und schnitt mit voller Drehzahl direkt in Eduards Bein.

H./Thüringen. Wenn ein Winkelschleifer außer Kontrolle gerät, wird’s extrem gefährlich. Davon kann Betriebsschlosser Eduard G. ein Lied singen: Die Flex verkantete, schoss durch die Luft – und schnitt mit voller Drehzahl direkt in Eduards Bein.

Was nicht passt, wird passend gemacht
Für ein verbeultes Schutzgitter hatte Eduard G., Schlosser eines Beton­steinwerks, in der Betriebsschlosserei eine neue Aufhängung gebastelt: ein gut 50 cm langes  Werkstück aus einem Vierkantrohr, in dem er einen massiven Stahlvierkant festgeschweißt hatte. Dessen rausstehendes Ende sollte in eine entsprechende Passung an der Gitteraufhängung am Steinfertiger greifen. Nun passte der Stahlvierkant dort aber noch nicht ganz hinein und war viel zu lang! Keine große Sache: Eduard spannte das Werkstück in den Schraubstock, um „mal schnell“ das Vierkantprofil zu kürzen und anzufasen. Keine große Geschichte!

Nachdem die Flex sich verkantet hatte, schoss sie mit einem gewaltigen Schlag aus Eduards Händen. Dann schnitt die mit voller Power rotierende Scheibe tief in Eduards Bein.
Nachdem die Flex sich verkantet hatte, schoss sie mit einem gewaltigen Schlag aus Eduards Händen. Dann schnitt die mit voller Power rotierende Scheibe tief in Eduards Bein.

Erst sprühten nur Funken
Eduard setzte die Flex an und begann das Profil zu kürzen. Die Funken flogen. Dabei bewegte sich plötzlich das Vierkantprofil nach unten – die Spannbacken des Schraubstockes gaben keinen Halt mehr. Dann ging alles ganz schnell! Die Trennscheibe der Flex verkantete sich sofort. Mit einem gewaltigen Schlag schoss die Maschine aus Eduards Händen. Sie schleuderte nach unten in Richtung seiner Beine. Noch bevor der Arbeiter begriff, was los war, schnitt die mit voller Power rotierende Scheibe neben dem rechten Kniegelenk ins Fleisch. Knapp an der Beinschlagader vorbei, stellte später der Notarzt fest. So waren „nur“ Muskeln und Bänder durchtrennt, die Knochen angekratzt.
„Unser Mitarbeiter hatte noch Glück im Unglück. Das Ganze hätte sehr viel schlimmer ausgehen können“, so der Betriebsleiter. „Bei der Arbeit mit handgeführten Maschinen sind die Werkstücke vor dem Bearbeiten immer ganz sicher aufzulegen oder einzuspannen. „Mal eben schnell“ ist hier nicht angesagt. Gegen eine Flex, die verkantet, hat man keine Chance!“

Kontextspalte

BAUZ Zeitung Seite 3

BAUZ kommt.

Weil soviel passiert, passiert jetzt was.