BG RCI Berufsgenossenschaft Rohstoffe und chemische Industrie: Eine Kampagne der Branche Baustoffe - Steine - Erden
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Förderpreis Arbeit - Sicherheit - Gesundheit

Ausgezeichnet: 60.000 Mark für neue Lösungen

Mehr als 1.400 Männer und Frauen haben sich am Förderpreis bisher beteiligt.
Mehr als 1.400 Männer und Frauen haben sich am Förderpreis bisher beteiligt.

Gesucht werden gute Ideen. Ideen, die die Arbeitswelt menschlicher, gesünder und sicherer machen. Seit 1997 erhalten die besten Einsendungen jedes Jahr Preise im Wert von insgesamt 60.000 DM. Damit ist der Förderpreis der Steinbruchs-Berufsgenossenschaft einer der höchst dotierten Preise für Arbeitssicherheit in der Bundesrepublik.

In nur vier Jahren haben mehr als 1.400 Männer und Frauen mit 650 Beiträgen teilgenommen. Ausgezeichnet werden neue Ideen und Konzepte zum Thema Sicherheitstechnik, Gesundheitsschutz, Verkehrssicherheit, Organisation, Motivation und vieles mehr. Der Förderpreis steht unter der Schirmherrschaft von Bundesarbeitsminister Walter Riester. Eine unabhängige Fachjury prämiert die besten Beiträge. „Der Förderpreis ist ein ganz wesentlicher Teil unserer Präventionsarbeit“, so der Leiter des Geschäftsbereiches Prävention der StBG, Helmut Ehnes. „Wir regen damit einen Dialog bei allen Beteiligten an, denen die Sicherheit am Arbeitsplatz am Herzen liegt.“ Und Hauptgeschäftsführer Willi Lange ergänzt: „Wenn sich in den Köpfen der Menschen etwas verändert, lassen sich auch Unfälle und somit menschliches Leid verhindern.“ Wie die Beiträge des Förderpreises dazu beitragen können, Stolper- und Sturzunfälle zu vermeiden, zeigen die folgenden Beispiele:

Sicher von der einen zur anderen Seite
Jeder kennt sie, viele nutzen sie täglich – die selbst gebauten Behelfsstege auf Baustellen. Die meisten entsprechen nicht den sicherheitstechnischen Anforderungen. Hier entsteht ein unnötiges Risiko beim Überqueren. Die Hebel Alzenau GmbH & Co war sich sicher, dass sich hier etwas verbessern lässt. Und so wurde ein transportabler Laufsteg aus feuerverzinkten Stahlblechen und Stahlrohren gebaut. Beschaffungskosten ca. 950,- DM. Der Laufsteg lässt sich schnell auf- und abbauen. Und natürlich ist er geeignet für häufiges Umsetzen. Der Erfolg: Seit Einführung der Laufstege ist kein Mitarbeiter mehr aufgrund von Verstauchungen oder Verletzungen ausgefallen.

Verschiedene Auszeichungen

Echt standfest
Volker Krüger beschäftigten die vielen Leiterunfälle. Und so entwickelte er eine Konstruktion für kippsichere Anlege- und Stehleitern. Dafür wird eine handelsübliche Steh- und Anlegeleiter mit einer bzw. zwei Stützen versehen. Die senkrechten Stützen bestehen aus zwei Teleskopen (zusammen- bzw. auseinanderschiebbaren Rohren). Sie werden durch Verdrehen oder Verklemmen auf die nötige Länge zwischen Standfläche und Deckenkonstruktion gebracht. Die Haltearme zur Verbindung mit den Halteholmen sind auszieh- und feststellbar, um den verschiedenen Leitertypen gerecht zu werden. Die Klemmvorrichtungen zur Befestigung der Arme an den Leiterholmen sind mit Gelenken versehen. Dadurch können unterschiedliche Einstell- und Spreizwinkel der Leiter ausgeglichen werden. Dieser Vorschlag wurde in der Praxis bisher noch nicht realisiert.

Früh genug gewarnt
Immer wieder werden Mitarbeiter an unübersichtlichen Stellen in Produktions- bzw. Lagerhallen durch Gabelstapler angefahren. Das muss sich ändern, dachte sich die Firma Pfleiderer. Sie entwickelte ein Sender-Empfänger-System. Der Sender wird am Gabelstapler montiert, der Empfänger z. B. im Helm eines Mitarbeiters. Ein bestimmter Warnbereich wird eingestellt. Nähert sich nun der Mitarbeiter dem Gabelstapler, so wird, bei Betreten des Warnbereiches, vom Empfänger ein akustisches Signal ausgesendet.

Weitere Informationen zum Förderpreis gibt’s bei der Steinbruchs-Berufsgenossenschaft, Theodor-Heuss-Straße 160, 30853 Langenhagen, Telefon: 05 11 /72 57-7 50 oder Telefon: 05 11 / 72 57-6 27.

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BAUZ Zeitung Seite 5

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