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Ganz sicher

Ordnung ist das halbe Leben

Ein Schild, das die unfallfreien Tage anzeigt

Darmstadt. Links die Kannen, rechts das Werkzeug. Alles hat hier seinen Platz. Alfred M. (21) ist in seinem Betrieb zuständig für Ordnung und Sauberkeit. Vor anderthalb Jahren hat Alfred M. diesen Job übernommen. Seit-dem gibt es weniger Unfälle im Betrieb.

BAUZ: Herr M., für welche Aufgaben sind Sie zuständig?

Alfred M.: In unserem Betrieb wird mit vielen verschiedenen Werkstoffen gearbeitet. Dabei wird auch eine große Anzahl an Werkzeugen benutzt. Ich sorge dafür, dass überschüssiges Material sofort weggeräumt wird. Nicht mehr benötigtes Werkzeug muss auch gleich wieder zurückgebracht werden. Öl, Schmierstoffe oder Anschlagmittel gehören ebenfalls an ihren festen Platz zurück. Bei uns wird alles übersichtlich aufbewahrt.

BAUZ: Heißt das, Sie räumen Ihren Kollegen hinterher?

Alfred M.: Nein. Jeder Kollege weiß, wo was steht. Und jeder Kollege weiß auch, wohin etwas zurückgebracht werden muss. In den Arbeitsplänen ist sogar Zeit dafür vorgesehen. Ich helfe dort, wo ich gebraucht werde. Ich passe auf, dass nichts vergessen wird. Und natürlich bin ich immer dort, wo etwas schnell beseitigt werden muss. Zum Beispiel, wenn etwas in der Halle verschüttet wird. Dann bin ich sofort vor Ort. Ich weiß, was zu tun ist. Und ich sorge dafür, dass das Zeug unverzüglich beseitigt wird. Meine Kollegen wissen das zu schätzen. Für Ordnung und Sauberkeit sind erstmal alle verantwortlich. Da käme ich ja gar nicht hinterher, wenn ich alles allein aufräumen und saubermachen müsste.

BAUZ: Welche Situationen halten Sie für besonders gefährlich?

Alfred M.: Bei Wartungs- oder Instandhaltungsarbeiten geht es oft drunter und drüber. Alles muss ja ganz schnell gehen, damit die Maschinen oder Förderbänder wieder optimal laufen. Besonders wenn fremde Firmen die Reparaturen machen, liegt schnell mal was im Weg rum. Oder es wird etwas achtlos beiseite geschmissen und später vergessen oder zurückgelassen. Wenn der nächste Kollege darüber fällt, ist es zu spät. Deshalb mache ich an solchen Stellen eine Endabnahme oder Kontrolle. Wenn was weg muss, dann sorge ich dafür. Sicherheit geht vor.

BAUZ: Was ist Ihrer Meinung nach wichtiger für die Sicherheit am Arbeitsplatz: Ordnung oder Sauberkeit?

Alfred M.: Es gibt einen Spruch der heißt, Ordnung ist das halbe Leben. Das trifft auch auf meine Arbeit zu. Die andere Hälfte gehört der Sauberkeit. Nur so werden Arbeitsplätze für alle Kollegen wirklich sicher. Und wenn ich alle Kollegen sage, meine ich auch alle. Sowohl die, die an dieser Stelle arbeiten, als auch die, die gerade zufällig vorbeikommen. In einer aufgeräumten sauberen Werkstatt zum Beispiel passieren weniger Unfälle als in einer unaufgeräumten. Das weiß ich aus eigener Erfahrung. Unser Chef hat das schon vor Jahren erkannt. Und er hat gehandelt. In der Beziehung sind wir ein echter Vorzeigebetrieb.

Vielen Dank für das Gespräch!

In einer aufgeräumten Werkstatt passieren weniger Unfälle als in einer unaufgeräumten.
In einer aufgeräumten Werkstatt passieren weniger Unfälle als in einer unaufgeräumten.

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BAUZ Zeitung Seite 4

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