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DUMM GELAUFEN

Hochzeit trotzdem ganz in Weiß

Trotz Sturz von der Treppe wird  Edith H. ihr Ja-Wort geben.
Trotz Sturz von der Treppe wird Edith H. ihr Ja-Wort geben.

Aachen. Tagelang schon war der Kühlschrank in der Verwaltung des Beton- und Fertigteilwerkes kaputt. Das bedeutete kein Eis und keine kalten Getränke für die Mitarbeiter, trotz glühender Hitze! Um die Mittagszeit sollte endlich der neue Kühlschrank kommen. Frank S. (34) hatte sich bereit erklärt, den alten Kühlschrank schon mal vor die Tür zu stellen. Bis vor den Fahrstuhl hatte er ihn morgens eigenhändig geschleppt. Den Rest sollten die Abholer machen. Doch die ließen auf sich warten ...

Währenddessen telefonierte seine Arbeitskollegin Edith H. (28) völlig aufgeregt mit ihrem Mann Herbert H. (32). Die Vorbereitungen für ihre Hochzeit liefen seit Tagen auf Hochtouren. Über 150 Freunde, Verwandte und Kollegen hatten zugesagt. Ein größerer Saal musste her. Das Hochzeitskleid war gerade noch mal geändert worden. Und für die Musik hatten ihr Mann und sie sich immer noch nicht entschieden. „Ich wusste nicht, wo mir der Kopf stand. Und dann hatten wir im Betrieb auch noch so viel zu tun.“
Um sich mit einem Kollegen direkt abzustimmen, wollte Edith H. schnell mal vom 2. Stock runter in den 1. „Ich war in Gedanken, als ich ins Treppenhaus ging. Vor dem Aufzug sah ich den Kühlschrank stehen. Durch das Fenster schien mir die pralle Mittagssonne entgegen. ‚Was für ein herrlicher Tag‘, dachte ich noch. Und dann rutschte ich aus.“ Edith H. konnte sich nicht halten, stürzte Hals über Kopf die Treppe runter. Edith H.: „Als ich unten aufschlug, wurde mir übel. Ich hatte starke Schmerzen im Bein. Der erste Gedanke war, oh Gott, was soll bloß aus meiner Hochzeit werden? Dann habe ich um Hilfe gerufen.“ Ein Kollege war sofort zur Stelle. Und auch der Krankenwagen kam schnell. Der Arzt stellte einen glatten Beinbruch fest.

Wie konnte es zu dem Unfall kommen? Der Eifer des Kollegen Frank S. machte es möglich. Das abgetaute Wasser des Kühlschranks war nach dem Transport ausgelaufen. Die Pfütze konnte Edith H. nicht sehen. Die Sonne hatte sie geblendet. Dumm gelaufen. Doch Edith H. hat ihren Humor schnell wieder gefunden. Schon am Telefon im Krankenhaus konnte sie ihren Mann beruhigen: „Keine Sorge, Schatz. Ich werde unsere Hochzeit ganz in Weiß feiern können – das Gipsbein fällt farblich doch kaum auf.“

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