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Tragischer Tod beim Prüfen der Anlage

13 Meter in die Tiefe

„Ich dreh’ mal schnell meine Runde“, sagte er. Doch plötzlich ein Schrei, ein Krachen, Stille. Da lag er, blutüberströmt, mit zerschmettertem Kopf – gestürzt aus 13 Metern Höhe!

Harald K. (43) war in der Bauschutt-Recycling-Firma für die elektrische Anlage zuständig – ein freundlicher, Kollege, den alle schätzten. „Wir bauen gerade um, müssen die Elektrik erweitern“, sagt sein Kollege Wolfgang B. (35). „Harald wollte nur schnell mal nachmessen, wie viel Kabel wir für die elektrische Anlage noch brauchen.“ Wolfgang B. sah ihn nicht lebend wieder. Harald K. sprang die Treppenstufen des Gerüstes hoch, das er schon seit acht Jahren kannte. Auf den Gitter-Laufstegen oberhalb der Silos lag Schutt, der das Gehen riskant machte. Harald K. balancierte wie immer über das Geröll. Da passierte es: Der Vater von drei kleinen Kindern schaute sich nach der Kabelbrücke um und übersah einen Stahlträger, stieß mit dem Kopf dagegen. Sein Helm wurde weggeschleudert. Im gleichen Moment rutschte Harald K. auf dem lockeren Schutt aus, fiel auf ein Blech, das darauf lag. Langsam rutschte Harald K. zwischen Fuß- und Knieleiste des Geländers durch – und stürzte hinab, über 13 Meter in die Tiefe!

Wie konnte das einem so erfahrenen Mann passieren? Wolfgang B.: „Ich kann es noch gar nicht fassen! Er hat wohl nicht richtig aufgepasst.“ Ein Kripo-Beamter: „Durch den Schutthaufen war die Fußleiste verschüttet, Herr K. ist offensichtlich darüber weggerutscht.“ Außer dem Schutt lag auch noch das Blech im Weg herum – Zustände, die Betriebsprüfer schon vor zwei Jahren beanstandeten! „Harald hat mir oft von dem Gerümpel erzählt, das dort oben überall herumliegt, hatte sich schon mal am Bein verletzt“, erzählt seine Witwe Irene (40) schluchzend – eine gebrochene Frau, die nun mit den drei Kindern und dem Haus ganz allein dasteht. Fahrlässigkeit und Leichtsinn sind also mit Schuld daran, dass Harald K.s Kinder nun als Halbwaisen aufwachsen müssen.

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