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BAUZ fragt nach

Wie funktioniert unser Immunsystem?

Eine Illustration eines Menschen mit rotem BAUZ-Shirt. Er reckt die Arme in die Höhe, um Stärke zu demonstrieren. Über ihm befinden sich Zahnräder mit verschiedenen Abbildungen, die das Immunsystem stärken, wie gesunde Ernährung, Sonne und Bewegung.
Illustrationen: steindesign Werbeagentur GmbH; Designed by macrovector / Freepik

Das Immunsystem ist wie ein Türsteher. Es entscheidet, wer draußen bleibt und wer reindarf. Es ist ziemlich komplex aufgebaut und es hält uns gesund.

Was macht das Immunsystem?
Mediziner unterscheiden zwischen einem unspezifischen und einem spezifischen Abwehrsystem. Zum unspezifischen System gehört die Haut. Die ist ja viel mehr als nur die äußere Hülle. Sie wirkt wie ein Schutzwall gegen Erreger. Auch die Körperflüssigkeiten werden dazugerechnet. So reinigen sich zum Beispiel unsere Bronchien über das Bronchialsekret und die Flimmerhärchen alle zwei Stunden komplett. Das spezifische Immunsystem erkennt und merkt sich Krankheitserreger, mit denen es bereits in Kontakt gekommen ist. Und speichert die Infos dazu. Es besteht aus bestimmten weißen Blutzellen und Antikörpern. Diese zirkulieren im Blut.

Kann man das Immunsystem trainieren?
Ja, das geht in gewissem Umfang. Durch Impfungen wird dem Körper ein Krankheitserreger präsentiert, und er lernt, Antikörper zu bilden. Oder wenn wir klein sind, wird durch den Kontakt mit der Umwelt und den nicht zu vermeidenden Bakterien und Viren das Immunsystem langsam aufgebaut und trainiert.

Welchen Einfluss hat Stress?
Negativer Stress kann das Infektionsrisiko deutlich erhöhen. Das haben Studien gezeigt. Man fängt sich leichter einen grippalen Infekt ein, wenn man unter Stress steht. Das Stresshormon Cortisol unterdrückt die Immunzellen. Die Abwehr leidet. Die Häufigkeit der Infektionen steigt. Auch Schlafmangel hat einen negativen Einfluss auf die körpereigene Abwehr.

Hat die Sonne einen positiven Einfluss auf die Gesundheit?
Helles Tageslicht ist für die psychische Gesundheit ganz wichtig. Wenn es zu dunkel ist im Winter, haben Depressionen ein leichteres Spiel. Durch UV-Einstrahlung wird außerdem im Körper Vitamin D gebildet. Das ist für das Knochenwachstum wichtig, hat aber auch einen positiven Einfluss aufs Immunsystem. Allerdings reichen dafür schon recht kurze Aufenthalte in der Sonne. Ansonsten steigt das Hautkrebsrisiko zu stark an.

Und körperliche Bewegung?
Regelmäßige Bewegung möglichst an der frischen Luft ist für unser Immunsystem ein richtiger Booster. Besonders in der kalten Jahreszeit. Dabei aber nicht übertreiben, sonst hat es den gegenteiligen Effekt. Besser kein Marathonlauf, sondern moderate Ausdauersportarten wie Wandern, Walken, Skilanglauf. Da reichen schon zwei Stunden pro Woche für einen positiven Effekt.

Wie ist es mit Sauna?
Da ist sich die Wissenschaft nicht einig, ob Sauna für das Immunsystem wirksam ist. Positive Wirkungen auf das Herz-Kreislauf-System hingegen scheinen schon eher bewiesen zu sein. Aber wer Freude dran hat und gesund ist, für den ist das sicher was.

Was kann man noch tun?
Gesunde, vitaminreiche Ernährung ist wichtig. Man könnte auch aufs Rauchen verzichten oder weniger Alkohol trinken. Ein gesundes Arbeitsumfeld ist ebenfalls ganz wichtig. Gerade beim Umgang mit Gefahrstoffen oder Staub ist Vorsicht geboten. Da gibt es Stoffe, die sehr problematisch sind und den ganzen Körper krank machen können.

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BAUZ 37 Dafür nicht geeignet Seite 9

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