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Mitarbeiter verletzt sich selbst mit Cuttermesser

Aufgeschlitzt

Ein Mitarbeiter steht vor Sackware. In der linken Hand hält er ein ausgefahrenes Cuttermesser. Ein Pfeil und eine Zackengrafik deuten an, dass der rechte Arm in das offene Cuttermesser geschwungen ist.

R./Mecklenburg-Vorpommern. – „Wir bekommen regelmäßig Sackware angeliefert. Auf Paletten. Das Ganze ist gesichert mit einer stabilen Schrumpfhaube“, erzählt
Justus P. (24). „Dann kommen Cuttermesser zum Einsatz. Und die schneiden alles auf, wenn man nicht aufpasst.“

Ein paar Paletten Sackware waren angekommen. Justus sollte sich drum kümmern und die Folien runterschneiden. Die Schrumpfhauben werden mit einem Cuttermesser aufgeschlitzt und dann von Hand abgezogen. Justus hatte die erste Folie mit dem Messer in der rechten Hand aufgeschnitten. Nach dem Einschneiden nahm er das Messer in die linke Hand – mit noch ausgefahrener Klinge. Dann zog er mit der rechten Hand kräftig an der Folie. Doch die bot Widerstand. Also verstärkte Justus den Zug. Irgendwann kam die Folie frei. Justus’ rechter Arm bewegte sich ruckartig mit vollem Schwung zur Seite und geriet in das links gehaltene Cuttermesser. Ein höllischer Schmerz durchzuckte ihn. Aber da war es schon zu spät. Seine Hand blutete stark. Ein 4 cm langer, tiefer Schnitt klaffte im Handrücken.

„Die Gefahren beim Umgang mit Cuttermessern werden von vielen Mitarbeitern unterschätzt“, so die zuständige Sicherheitsfachkraft. „Mehrere Dinge führten in diesem Fall zu der tiefen Handverletzung. Justus P. trug keine Schnittschutzhandschuhe. Das Cuttermesser wurde nach dem Schnitt weder eingefahren noch zur Seite gelegt. Es sollte wahrscheinlich schnell gehen. Es wurde ein herkömmliches Cuttermesser verwendet. Wenn Kartons, Folien oder Umreifungsbänder aufgeschnitten werden, sind Sicherheitsmesser immer die beste Wahl. Am besten mit Klingenrückzug. Da wird die Klinge automatisch eingezogen.“

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