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Ungeeignete Erfindung wird der Renner

Post-its

Ein gelber Post-it klebt auf einem Zeigefinger. Darauf ist ein gezeichneter, zwinkernder Smiley.
Foto: iStock.com/Vimvertigo

Sie sind bunt. Haften an Kühlschränken, Fensterscheiben, Büchern. Und lassen sich ebenso leicht wieder ablösen. Post-its haben einen festen Platz im Büro und zu Hause. Doch eigentlich waren sie mal ein echter Flop.

Der US-amerikanische Chemiker Spencer Silver hatte 1968 einen klaren Auftrag. Er sollte einen Super-Klebstoff entwickeln. Einen, der möglichst fest klebt und lange hält. Doch die Entwicklung ging schief. Der Kleber ließ sich zwar gut auftragen, aber auch genauso einfach wieder ablösen. Als Superkleber also völlig ungeeignet. Niemand wusste, was man damit anfangen sollte. Bis der Kollege Arthur Fry davon erfuhr. Er hatte eine Idee: Als Chorsänger markierte er sich gern die Seiten im Gesangbuch mit Zetteln. Doch diese verrutschten ständig. So brachte er den schwachen Klebstoff auf kleine Zettel. Diese konnten überall wieder abgezogen werden. Ohne Kleberückstände. Die Idee der Post-its war geboren. Eine geniale Erfindung und bald ein echter Verkaufsrenner.

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