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Auszubildender kippt beim Baggern auf die Seite

Umgelöffelt

Blick auf einen Raupenbagger von hinten, der auf der linken Seite liegt.

L ./Saarland. – Der Abraum musste weg. Auf ebener Fläche. Der Auszubildende Simon V. (18) presste konzentriert den Tieflöffel ins Haufwerk. Beim Kippvorgang begann der Bagger sich plötzlich zu neigen. Unaufhaltsam kippte Simon samt Bagger zur Seite und krachte auf den Boden. Was war passiert?

Simon kannte den Betrieb als Aushilfe. Jetzt war er neuer Mitarbeiter, hatte die Unterweisung für den Bagger erhalten. Beim Baggerfahren war sein Ausbilder immer mit dabei. Bereits 10 Tage hatte er schon Erfahrungen mit dem Pickhammer gesammelt und einen Tag mit dem Tieflöffel. Sein Ausbilder war höchst zufrieden. Simon arbeitete umsichtig und vorsichtig.

Am Unfalltag war wieder der Tieflöffel dran. Bei einem der Kippvorgänge kam es dann zur plötzlichen Schieflage. Statt den Arm abzusenken zog Simon ihn hoch. Und das brachte den Bagger auf dem nassen Boden aus dem Gleichgewicht. Wie in Zeitlupe krachte der Bagger auf das Gelände. Dabei brach die Scheibe und die Scherben flogen.

„Unfallursache war ein Bedienfehler beim Beginn des Kippvorganges“, so die zuständige Sicherheitsfachkraft, „und die besonders schwere und nasse Erde. Der Bagger war gerade überprüft worden. Technisches Versagen ist auszuschließen. Herr V. war ordnungsgemäß angeschnallt und die Tür verschlossen. Das hat ihn vor schweren Verletzungen bewahrt.“

Kontextspalte

BAUZ 36 Seite 10

BAUZ kommt.

Weil soviel passiert, passiert jetzt was.