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Wie Benjamin Franklin den Blitzableiter erfand

Schwarz auf weiß

Schwarz/weiß-Zeichnung von Benjamin Franklins Experiment, der bei einem Gewitter einen Drachen mit einem Schlüssel steigen ließ.
Illustration: iStock.com/ilbusca

Blitze sind eine zerstörerische Naturgewalt. Sie entladen sich mit einer Stromstärke von bis zu 200.000 Ampere, werden bis zu 30.000 °C heiß und schlagen explosionsartig ein. Es ist unmöglich, vorherzusagen, wo. Aber sie lassen sich mit Blitzableitern ablenken.

Entdeckt hat das der US-amerikanische Naturwissenschaftler Benjamin Franklin im Jahr 1752. Dafür bastelte er aus zwei Seidentüchern, ein paar Hölzern und etwas Metall einen Drachen. Diesen machte er an einer Hanfschnur fest, band einen eisernen Schlüssel daran und ließ ihn bei Gewitter steigen. Je mehr sich die Luft elektrisch auflud und je feuchter die Schnur wurde, desto mehr Hanffasern lösten sich ab und stellten sich auf, ähnlich wie Haare. Schließlich zog das Metall im Drachen einige Funken an, die über die nasse Schnur zum Schlüssel weitergeleitet wurden. Durch diesen Versuch kam Franklin auf die Idee, Dächer von Gebäuden mit langen Metallspitzen auszustatten. Denn Blitze suchen sich immer den kürzesten Weg zur Erde. Die Metallspitzen fangen die elektrischen Entladungen ab und leiten bis in die Erde weiter. Dort entlädt sich ihre Energie. Bis heute erfüllen Blitzableiter diese Funktion.

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BAUZ 34, Seite 4

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