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Krasser Absturz eines Stahlteils, weil Schraubzwingen als Transporthaken genutzt wurden

Bist du sicher, dass das hält?

Zwei längliche liegende Stahlteile, an denen jeweils mittig und an den äußeren Enden Schraubzwingen angebracht sind.
Krasser Absturz eines Stahlteils, weil Schraubzwingen als Transporthaken genutzt wurden

M./Hessen. – Schraubzwingen sind praktische Helfer. Sie können Werkstücke festhalten und zusammenpressen. Zum Beispiel beim Schweißen von Stahlformen. Was sie nicht können: ein hohes Gewicht tragen. Das weiß jetzt auch Fabian K. (29), nachdem seine abenteuerliche Anschlagmethode schiefging.

Fabian hatte mehrere Stahlteile zu einer Form zusammengeschweißt. Jetzt fehlten nur noch die Ösen für den späteren Transport. Dafür musste die Form aufgerichtet werden. Fabian holte sich den Hallenkran. Doch statt sichere Anschlagpunkte zu benutzen, machte er die Kranhaken direkt in zwei Schraubzwingen fest, die sich noch am Stahlteil befanden. Dann hob er die Schalung an. Doch die Schraubzwingen hielten das Gewicht nicht aus. Die Form löste sich und fiel. Reflexartig wollte Fabian das schwere Stahlteil auffangen. Dieses traf mit voller Wucht sein linkes Bein und quetschte seinen Fuß.


„Die Schraubzwingen konnten das tonnenschwere Gewicht nicht tragen.“


„Schraubzwingen sind keine Anschlagmittel“, erklärt die externe Sicherheitsfachkraft. „Sie dürfen niemals zum Anheben von Lasten verwendet werden. Von angehobenen Lasten ist außerdem immer ausreichend Abstand zu halten, denn es besteht Absturz- oder Pendelgefahr.“

Nach dem Unfall schaffte der Betrieb einen Lasthebemagneten an, mit dem die Stahlformen jetzt leichter angehoben werden können.

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BAUZ 33, Seite 6

BAUZ kommt.

Weil soviel passiert, passiert jetzt was.