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Spielen, surfen, chatten

Online-Sucht

Ein bärtiger Mann sitzt vor einem Laptop, ist fixiert auf den Bildschirm, trägt Kopfhörer und hält ein Stück Pizza in der Hand.
Foto: ©stokkete/123RF.com

Online zu sein ist selbstverständlich. Wir erledigen Einkäufe, planen Routen, recherchieren Adressen, pflegen soziale Kontakte, spielen Onlinespiele. Doch das Internet kann auch zur Falle werden. Wer sich in der digitalen Welt verliert, kann abhängig werden – mit schwerwiegenden Folgen.

Das Internet bietet Welten, in die man eintauchen kann, um sich abzulenken oder aus dem Alltag zu flüchten. Endlos chatten, um zu einer Gemeinschaft zu gehören. Tagelang spielen, um Abenteuer zu erleben und Anerkennung von Mitspielern zu bekommen, die man im echten Leben nicht erhält. Online-Süchtige fühlen einen inneren Zwang, sich ins Internet zurückzuziehen. Sie verlieren oft vollständig ihr Zeitgefühl. Diese Phasen werden immer länger. Aufzuhören fällt schwer. Kontakte im realen Leben werden vernachlässigt. Es gibt kein Interesse mehr an Gesprächen, gemeinsamen Mahlzeiten oder Freizeitaktivitäten. Aufgrund von fehlendem Schlaf kommt es zur Übermüdung, manchmal sogar zur körperlichen Vernachlässigung. Der Onlinekonsum ist nicht mehr unter Kontrolle. Ohne Internet geht gar nichts mehr. Es kommt zu innerer Unruhe, Schlafstörungen, Gereiztheit und Aggressivität. Dies kann zu Konflikten in der Familie, in der Partnerschaft und zu Problemen am Arbeitsplatz führen.

Können Sie abschalten?

Testen Sie sich doch mal selbst

  • Führen Sie ein Internet-Tagebuch: Schreiben Sie auf, wann und wie Sie online sind und was Sie im Netz machen.
  • Sagen Sie „Nein“: Verzichten Sie einen Tag lang vollständig auf alle elektronischen Medien. Welche Erfahrungen machen Sie?
  • Unternehmen Sie etwas in der realen Welt, was Ihnen Spaß macht, vielleicht mit Menschen, die Sie mögen.

Wer feststellt, dass er abhängig ist, sollte professionelle Hilfe in Anspruch nehmen. Dafür gibt es verschiedene Anlaufstellen. Empfehlenswert ist ein erstes Gespräch beim Hausarzt oder einer Suchtberatungsstelle.

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BAUZ 33, Seite 10

BAUZ kommt.

Weil soviel passiert, passiert jetzt was.