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Förderpreis 2009 | Arbeit - Sicherheit - Gesundheit
Ideen bereiten Wege
Förderpreis
Arbeit •
Sicherheit •
Gesundheit 2009
In der Herrenhäuser Galerie in Hannover zeichneten Bergbau- und Steinbruchs-Berufsgenossenschaft
die diesjährigen Preisträger des mit 100.000 € dotierten Ideenwettbewerbes vor
rund 300 Gästen aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft aus.
Moderatorin Gudrun Loeb führte durch die Veranstaltung.
Die stolzen Förderpreisträger nach der Verleihung
Der bekannte Polarforscher Arved Fuchs berichtet über sein Unternehmertum als
Abenteurer.
Moderner Schutz
fürs Ohr
Lärmmessung – das Programm DeSi hilft bei der Wahl geeigneter Lärmminderungsmaßnahmen.
Die StBG honoriert ein Gemeinschaftsprojekt zum Thema Gesundheitsschutz. Mitarbeiter
des Instituts für Fertigteiltechnik und Fertigbau Weimar e. V. (IFF) entwickelten
mit „DeSi“ ein neuartiges Werkzeug zur Lärmprävention. Dieses mobile Demonstrations-
und Simulationssystem informiert Mitarbeiter eindringlich und anschaulich zum
Thema Lärmschwerhörigkeit und ermittelt, welcher Gehörschutz für welche Lärmart
am besten geeignet ist.
Rechts: Darstellung der Belastung mit Hilfe von DeSi.
Neu im Betrieb
- sicher eingearbeitet
Ein Helmaufkleber und ein Vermerk im Sicherheitspass, den jeder Beschäftigte
der Erdöl- und Erdgasindustrie bei sich hat, weisen auf „neue“ Kollegen hin.
Statistiken belegen, dass Mitarbeiter von Fremdfirmen, die weniger als ein halbes
Jahr in ihrem Unternehmen beschäftigt sind, besonders unfallgefährdet sind. Mitarbeiter
von ExxonMobil Production Deutschland entwickelten deshalb Maßnahmen, die Führungskräfte
und Mitarbeiter im eigenen und fremden Unternehmen für dieses Thema sensibilisieren
und auf neue Mitarbeiter aufmerksam machen sollen. Zudem muss der Auftraggeber
bereits vor Arbeitsantritt über Anzahl, Qualifikation, erfolgte Unterweisungen
und tätigkeitsspezifische Trainings schriftlich informiert werden. Die StBG vergibt
dafür den Förderpreis Organisation – Motivation.
Erfahrene Mitarbeiter der Fremdfirma begleiten die „Neuen“ anfangs bei ihren
Arbeiten im Betrieb.
Eine runde Sache
In der Kategorie „Sicherheitstechnik“ zeichnete die StBG Henning Krebber-Hortmann,
Mitarbeiter der Hülskens GmbH, aus. Er entwickelte eine Vorrichtung, die die Montage
bzw. Demontage von Stützringen auf Untergurttragrollen sicherer und schneller
macht. Die Tragrolle wird in einem Arbeitsgang hydraulisch auf die in einer Betonform
eingesetzten Stützringe geschoben. Die notwendige Energie für den Betrieb der
Hydraulikanlage liefert ein Radlader. Während des Betriebs ist die Schalung sicher
verschlossen. Der Vorgang kann problemlos von einem Mitarbeiter ausgeführt werden.
Um Unfälle durch Planungsfehler bei Bohr- und Sprengarbeiten zu vermeiden, entwickelten
Mitarbeiter von geo-konzept das Datenerfassungs- und Auswertungsprogramm Quarry
6. Hiermit und mit dem dazu entworfenen GPS QuarryPocket kann der Sprengberechtigte
eine Sprenganlage unter tatsächlichen Bedingungen sicherer und wirtschaftlicher
planen, ausführen und dokumentieren. Dafür vergab die StBG den Herstellerpreis.
Herstellerpreis: Sprengen mit System
Die Preisträger Janos Faust, Martin Herkommer, Johannes Kutschera, Christian
Rammelmeier
Links: Das QuarryPocket GPS erfasst unter anderem Daten zum Bohrlochverlauf und
den Bohransatzpunkten zur Auslegung einer Sprenganlage.
Die Unternehmen ESTA Apparatebau und WEHA Ludwig Werwein entwickelten einen Absaugtisch
mit Trockenentstaubung. Möglich machen dies eine versenkbare rückwärtige Absaugwand
und variabel zuschaltbare Randsaugeinheiten. Die angeschlossenen Filter werden
automatisch gereinigt und staubfrei entsorgt. Vorteil: Die Mitarbeiter atmen keinen
gesundheitsgefährdenden Staub ein, die Energiekosten werden gesenkt und das
Raumklima verbessert. Für diesen Beitrag vergibt die Jury einen Sonderpreis in
der Kategorie „Hersteller“.
Innovativer Absaugtisch
Eine versenkbare Absaugwand saugt den Polier- und Schleifstaub ab.
Bohren ohne Bücken
Den Sonderpreis „Gesundheitsschutz“ vergibt die StBG für eine Vorrichtung, mit
der Anschlussbohrungen in Betonringe für den Schacht- und Kanalbau sicher und
in hoher Qualität hergestellt werden können. Dazu wird der Betonring auf einem
variabel positionierbaren Drehkranz fixiert. Durch die entsprechende Bauhöhe und
eine stufenlosen Höhenverstellung der Bohrmaschine können jetzt Anschlussbohrungen
in aufrechter Körperhaltung und mit geringem Kraftaufwand eingebracht werden.
Rechts: v. li.: Zdenek Kubala, Erich Rennert, Rainer Schmidt und Dieter Wimmer
vom Betonwerk Katzenberger entwickelten die Bohrvorrichtung.
Entlastung der Wirbelsäule beim Bohren von Betonringen