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Hilfe bei Schlafstörungen

Schlaflos durch die Nacht

Wer, wie dieser Mann, nachts nicht schlafen kann und daran verzweifelt, sollte der Sache auf den Grund gehen und sich Hilfe suchen.
Starke Müdigkeit und Erschöpfung morgens können ein Hinweis auf Schlafstörungen sein.
Fotos: iStock.com/karianov
©Katarzyna Bialasiewicz/123RF.com

Wachliegen. Die Nacht durchgrübeln. Und morgens vor dem Wecker wie gerädert aufstehen. Wer unter Schlafstörungen leidet, fühlt sich schon morgens ausgelaugt. Dies kann zu Gefährdungen führen – im Verkehr und auf der Arbeit. Rechtzeitige Hilfe ist deshalb wichtig.

Wer über einen Monat drei Nächte oder mehr pro Woche keinen erholsamen Schlaf findet und sich tagsüber kraftlos oder gereizt fühlt, leidet in der Regel an einer chronischen Schlafstörung. Auch starke Müdigkeit am Tag ist ein Hinweis auf eine gestörte Nachtruhe.

Was ist die Ursache?
Äußere Faktoren wie Lärm, eine schlechte Matratze, Hitze, aber auch Kaffee und Alkohol können den Schlaf stören. Nächtliche Atemstörungen führen ebenfalls zur Erschöpfung am Tag. Bei entsprechendem Verdacht ist eine Untersuchung im Schlaflabor nötig. Auch psychische Erkrankungen können den Schlaf rauben. Vor allem Depressionen führen zum frühen Erwachen am Morgen und zu Erschöpfung oder Abgeschlagenheit. Auch Sorgen um das Nicht-schlafen-Können stören die Nachtruhe.

Rechtzeitig Hilfe holen
Pflanzliche Mittel auf Basis von Baldrian, Hopfen, Melisse oder Passionsblume können bei leichten Schlafstörungen sinnvoll sein. Viele Betroffene bauen ihren Stress mit Hilfe von Entspannungsübungen wie Yoga oder Progressiver Muskelentspannung ab. Diese können vor dem Zubettgehen positive Effekte haben. Für alles andere sollte ein Arzt hinzugezogen werden. Nehmen Sie Schlafstörungen auf keinen Fall auf die leichte Schulter.

Gib Schlafräubern keine Chance

Schlafzimmer-Check

  • Ist das Schlafzimmer ruhig, gut gelüftet und abzudunkeln?
  • Liegt die Zimmertemperatur bei ca. 14–18 °C?
  • Ist das Bett bequem und die Bettdecke der Jahreszeit angemessen?
  • Gibt es elektronische Geräte wie TV, Computer und Telefon? Dann raus damit in ein anderes Zimmer.

Das können Sie täglich tun

  • Abends nur bei Müdigkeit ins Bett gehen
  • Persönliches Abendritual zum Abschalten finden
  • Morgens immer zur gleichen Zeit aufstehen – auch am Wochenende
  • Auf den Mittagsschlaf verzichten
  • Weder das Handy mit ins Bett nehmen noch dort fernsehen
  • Ab dem Nachmittag keine anregenden Getränke wie Kaffee, Schwarztee oder Cola trinken
  • Üppige Abendmahlzeiten vermeiden
  • Abends auf Alkohol und Nikotin verzichten

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BAUZ 32, Seite 9

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